Versicherungsrecht

Private / betriebliche Unfallversicherung (PUV), (BUV)

Unfallversicherungen und Insassenunfallversicherungen sollen die versicherte Person im Falle des Eintritt eines Unfalls finanziell unterstützen. Dazu können typischerweise folgende Leistungen vertraglich vereinbart werden:

  • Einmalige Invaliditätszahlung (mit oder ohne Progression)
  • Invaliditätsrente
  • Krankentagegeld
  • Krankenhaustagegeld
  • Genesungsgeld
  • Todesfallsumme

Als Unfall im Sinne der privaten Unfallversicherung gilt ein plötzliches, von außen auf den Körper der versicherten Person wirkendes Ereignis, wodurch dieser eine unfreiwillige Gesundheitsschädigung erleidet. Als Unfall gilt auch, wenn sich die versicherte Person durch eine erhöhte Kraftanstrengung ein Gelenk an Gliedmaßen oder der Wirbelsäule verrenkt, Muskeln, Sehnen, Bänder oder Kapseln an Gliedmaßen oder der Wirbelsäule zerrt oder zerreißt. Dabei sind die für die in einer privaten Unfallversicherung Versicherten schadenträchtigsten Unfallarten:

  • Sportunfall (Gelenkschäden, Brüche)
  • Tauchunfall (hypoxischer Hirnschaden)
  • Motorradunfall
  • Haushaltsunfall

Allerdings besteht aufgrund eine Reihe von vertraglichen Ausschlusstatbeständen kein Versicherungsschutz wie unter anderem Unfälle der versicherten Person durch Bewusstseinsstörungen sowie durch Schlaganfälle, epileptische Anfälle oder andere Krampfanfälle, die den ganzen Körper der versicherten Person ergreifen, Teilnahme an Wettrennen mit Motorfahrzeugen, Schäden an Bandscheiben sowie Blutungen aus inneren Organen und Gehirnblutungen soweit die nicht durch Unfälle hervorgerufen sind, Gesundheitsschäden durch Heilmaßnahmen oder Eingriffe am Körper der versicherten Person, Infektionen, Vergiftungen infolge Einnahme fester oder flüssiger Stoffe durch den Schlund (Eingang der Speiseröhre), krankhafte Störungen infolge psychischer Reaktionen, auch wenn diese durch einen Unfall verursacht wurden.

Der Eintritt des Versicherungsfalls muss unverzüglich gemeldet werden. Weiter muss innerhalb einer in dem Versicherungsvertrag festgelegten Frist – üblicherweise 12 bzw. 15 Monate – durch eine (fach-)ärztliche Bescheinigung der Eintritt der Invalidität festgestellt und dokumentiert werden.

Viele Versicherer versuchen bereits, sich entweder durch das Bestreitens des Unfallereignisses und oder des Eintritts des Körperschadens, durch die Ausschlüsse sowie der Behauptung der Verletzung von Meldungsobliegenheiten ihren vertraglichen Verpflichtungen zu entziehen.

Weitere Strategien sind das Behaupten von bereits vor Eintritt des Versicherungsfalls bei der versicherten Person bestehenden Krankheiten und Gebrechen. Hiervon sind jedoch altersgerechte Verschleißerscheinungen zu unterscheiden.

In Fällen der Ablehnung der Leistungspflicht ist es unbedingt ratsam, sich unseren Rat einzuholen, da wir auf Medizinrecht und Versicherungsrecht spezialisiert sind.

Da viele Leistungsablehnungen bereits in einer fehlerhaften Antragstellung der versicherten Person basieren, ist es ebenfalls ratsam, sich bereits vor Antragstellung durch uns beraten zu lassen.

Dr. Höll + Tauer Rechtsanwälte - Versicherungsrecht

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