Versicherungsrecht

Sie haben jahrelang regelmäßig Ihre Versicherungsbeiträge in eine private Personenversicherung, Sachversicherung oder Haftpflichtversicherung eingezahlt. Nun ist der Versicherungsfall eingetreten und der Versicherer verweigert den Versicherungsschutz? Dies ist nicht nur ärgerlich: In vielen Fällen ist der Versicherungsnehmer existenziell auf die Zahlung der vereinbarten Versicherungsleistung zur Deckung seines Lebensunterhaltes oder zum Ausgleich der finanziellen Verpflichtungen aus einem Darlehensvertrag angewiesen, so dass bei einer Nichtleistung schwere Vermögensschäden oder Insolvenz droht.

Strategien der Versicherer im Falle ihrer Inanspruchnahme

Viele Versicherungen bestreiten im Falle ihrer Inanspruchnahme den Versicherungsfall. In diesem Falle muss der Versicherungsnehmer alle Voraussetzungen für den Eintritt des Versicherungsfall beweisen, was nicht immer einfach ist.

Eine andere Strategie der Versicherer ist es, im Falle des Eintritts des Versicherungsfall den Versicherungsvertrag zu kündigen, von diesem zurückzutreten oder anzufechten, weil der Versicherungsnehmer angeblich seine vorvertraglichen Anzeigepflicht nach § 19 VVG oder der Verletzung anderer vertraglichen Obliegenheiten gemäß § 28 VVG verletzt habe. Dazu behauptet der Versicherer, der Versicherungsnehmer habe bei Vertragsschluss oder bei der Inanspruchnahme falsche, unwahre oder unvollständige Angaben gemacht.

Dieser Einwand greift jedoch nicht immer. Bei einer sorgfältigen Prüfung des Vertragsverhältnisses durch uns lässt sich häufig feststellen, dass der Versicherer selbst Fristen versäumt oder den Versicherungsnehmer, Fragen falsch formuliert, unwirksam belehrt hat oder bei Vertragsschluss seiner Nachfrageobliegenheit nicht nachkam.

Weitere typische Strategien der Versicherungsunternehmen, sich im Schadensfall ihrer vertraglichen Verpflichtungen zu entziehen und unsere Möglichkeiten, den Leistungsanspruch erfolgreich für Sie als Versicherungsnehmer oder versicherte Person durchzusetzen, sind nachfolgend bei den jeweiligen Versicherungsarten beschrieben:

Haftung des Versicherungsmaklers

Anders als der Versicherungsagent, der nach §§ 69, 70 VVG und nach der Rechtssprechung des BGH als „Auge und Ohr“ des Versicherers angesehen wird, steht der Versicherungsmakler im Lager des Versicherungsnehmers. Er schuldet dem Versicherungsnehmer gemäß § 60 VVG eine Beratung nach dem „Best-Advice-Prinzip“. Deshalb haftet der Makler aus dem Maklervertrag, wenn er seiner Verpflichtung, den Versicherungsnehmer darüber aufzuklären, welcher Versicherungsvertrag für ihn und seine Bedürfnisse geeignet ist, nicht nachkommt. Deshalb bestehen unter Umständen im Falle neben den Ansprüchen gegen den Versicherer auch Ansprüche gegen den Versicherungsmakler.

Brauche ich einen Spezialisten für Versicherungsrecht?

Ja! Das Versicherungsrecht ist ein komplexes Spezialgebiet, das von einem Rechtsanwalt sowohl besondere Kenntnisse als auch eine umfangreiche Einarbeitung in die Materie verlangt. Deshalb können nur wenige darauf spezialisierte Rechtsanwälte sachgerechte Arbeit leisten, um so für Sie als Mandant gute Ergebnissen zu erzielen.

Wir beraten Sie bei der Anfertigung von Meldungen zur privaten Unfallversicherung (PUV), Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) und (BUZ) sowie zur Haftpflichtversicherung.

Wir setzen für Sie Ihre Leistungsansprüche gegen Ihren Versicherer durch.

Wir wehren für Sie unberechtigte Anfechtungen, Rücktritte, Kündigungen oder Vertragsanpassungen ab.

Dabei vertreten wir ausschließlich die Versichertenseite.

Dr. Höll + Tauer Rechtsanwälte - Versicherungsrecht

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Wenn Sie Ansprüche gegen Ihre Versicherungsgesellschaft geltend gemacht haben, diese aber nicht oder nicht wie in dem vertraglichen geschuldeten Umfang zahlen will oder die Versicherung den Vertrag gekündigt oder angefochten hat, schildern Sie uns gerne Ihren Fall: Wir informieren Sie als Spezialisten für Versicherungsrecht im Rahmen einer unverbindlichen und kostenlosen ersten Einschätzung über Ihre rechtlichen Möglichkeiten.

Aufgrund § 215 VVG ist für Klagen aus dem Versicherungsvertrag oder der Versicherungsvermittlung neben dem Gericht, an dem die Versicherungsgesellschaft oder der Versicherungsvermittler ihren beziehungsweise seinen Sitz hat, auch das Gericht örtlich zuständig, in dessen Bezirk der Versicherungsnehmer zur Zeit der Klageerhebung seinen Wohnsitz beziehungsweise seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Vor allem für Versicherungsnehmer, die in Deutschland keinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt mehr unterhalten, ist der Gerichtsort Köln interessant, da in Köln viele Versicherungsgesellschaften ihren Sitz haben.

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